ENTDECKE SEGELN

Wohin der Wind dich trägt
dort wartet ein Abenteuer

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Los jetzt, Segel setzen!

Die Leinen losmachen, vom Liegeplatz aufs offene Wasser steuern, die Segel setzen, den Wind prüfen, einen Kurs bestimmen – und los. Wie schön, wie ruhig – und scheinbar unerreichbar. Ist Segeln nicht der Sport, den auf dem Wasser immer nur die anderen machen? Für den man einen absoluten Überblick braucht, die Richtung von Windböen schon aus der Ferne erkennt und nach Landmarken navigieren können muss? Manches davon stimmt, anderes ist Seemannsgarn.

Schöne Orte zum Lossegeln gibt es weltweit – und direkt um die Ecke: Auf vielen der kleinen und größeren Binnenseen und den Küstengewässern vor allem der Ostsee kann man segeln, aber auch in klassischen Charterrevieren wie Kroatien und Griechenland – bis zu exotischen Destinationen wie der Karibik.

Für Segler sind Reviere zugänglich, die anderen Wassersportlern verwehrt bleiben: Viele Seen sind für Boote mit Benzin- oder Dieselmotor tabu. Viele Gewässer, besonders in unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz, sind für Motorboote und Wasser-Motorräder komplett gesperrt – und nur per Wind- oder Muskelkraft für den Wassersport nutzbar.

Segeln - wie geht das eigentlich?

Schot, Fall, Baum, Dirk – rund ums Segeln wimmelt es nur so vor zunächst unverständlichen Begriffen. Wenden, Halsen, Fieren, Reffen – alles das sind wichtige Dinge, aber warum haben sie so seltsame Namen? Ein Grund dafür ist die uralte Tradition der Seefahrer, deren Fachsprache sich bis heute gehalten hat.

Doch auch ohne vollständige Kenntnis des Vokabulars, mit dem Profis sich an Bord untereinander verständigen, ist der Weg aufs Segelboot frei. Natürlich unter der Anleitung eines kundigen Skippers. So nennt man die Person, die an Bord das Sagen hat.

Welche Kleidung ziehe ich beim ersten Törn an? Muss ich mich ducken, wenn das Segel im Boot plötzlich auf die andere Seite schwenkt? Wie lautet die korrekte Antwort auf die Frage „Bereit zur Wende“? Warum ist Wassertrinken bei Tagestörns so wichtig? Was ist ein Mensch-über-Bord-Manöver? Warum muss ich eine Rettungsweste tragen?


Verein oder Bootsschule?

Fragen wie diese beantworten sich nicht alleine durch eine Web-Recherche. Wer Segeln als Sport oder Freizeitbeschäftigung betreiben will, sollte die Menschen kennenlernen, die aktiv unter Wasser unterwegs sind – auf einer kleinen Jolle für den Binnensee oder einer fürs Meer gemachten großen Fahrtenyacht.

Zu Beginn geht es nicht um den Erwerb amtlicher Sportbootführerscheine, sondern um erste Erfahrungen und eine ganz praxisorientierte Ausbildung in den grundlegenden Fertigkeiten des Segelns.

Eine Gelegenheit dafür bieten die zahlreichen Schnupperangebote der Segelvereine. Dort treffen sich die organisierten Segler – und viele von ihnen freuen sich über engagierten Nachwuchs und interessierte Neueinsteiger. Einen Überblick geben die im Deutschen Segler-Verband organisierten Segelclubs. Aber auch auf Bootsmessen und bei Hafenfesten sind Probetörns unter kompetenter Anleitung häufig möglich.

Für die erste Kontaktaufnahme bietet sich ein Anruf beim Sportwart oder dem für Neumitglieder zuständigen Vorstandsmitglied an. Denn auch in Segelvereinen wird das meiste ehrenamtlich organisiert. Kein Angst: Ein Boot muss keiner mitbringen, der oder die mit dem Segeln beginnt.

Weitere Informationen über Führerscheine hat auch der Arbeitskreis Charterboot (AKC) gesammelt: Übersicht Führerscheine


Segeln im Urlaub lernen

Eine gute Alternative zum Club ist es, bei einer Wassersportschule einen Einsteigerkurs zu besuchen. Hier lernt man, unter der Anleitung eines ausgebildeten Segellehrers, in einem bezahlten Kurs in kurzer Zeit alles Wesentliche kennen, um ein Segelboot selbst zu steuern. Meist wird der Kurs mit einem Zertifikat abgeschlossen, der nicht mit dem Segelschein zu verwechseln ist, wie er beispielsweise für die Berliner Gewässer vorgeschrieben ist.

In den Mittelmeerländern werden Segelkurse für Anfänger meist als Wochenseminar angeboten. Damit passt die Ausbildung gut in die Ferienplanung: Eine Woche segeln lernen, zwei Wochen Strand – und das alles am selben Urlaubsort. Viele Segelschulen, beispielsweise auf den Balearen oder an der Adria, beschäftigen deutschsprachige Lehrer, einige bieten auch in Deutschland anerkannte Segelscheinprüfungen an – üblicherweise nach einem Intensivkurs von zwei Wochen Dauer.

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