Erste Schritte

Ein kleine Anleitung
für Einsteiger

Motorboot fahren für Anfänger

Ein Boot in normalen Wetterbedingungen sicher zu steuern und zu führen ist kein Zauberwerk, doch auch hier gilt wie bei so vielen Dingen im Leben: Übung macht den Meister - und natürlich muss man bei Booten mit mehr als 15 PS Motorleistung auch die Führerscheinanforderungen erfüllen.

Erste Erfahrungen am Ruder

Der einfachste und beste Einstieg ist es, wenn Sie die Möglichkeit haben, in der Praxis von einem erfahrenen Skipper die Grundbegriffe des Fahrens von Booten zu lernen: Steuern und Kurs halten, An- und Ablegen, Bootsmanöver auf engem Raum, Sicherheitsmanöver, Steuern bei Welle oder Grundlagen der Navigation, um ein paar wichtige Kenntnisse zu nennen. Ideal ist es natürlich, wenn Sie bei Freunden oder Bekannten mit an Bord gehen und so erste Erfahrungen am Ruder sammeln können. Besteht diese Möglichkeit nicht, bieten viele Motorbootvereine und Bootsschulen Möglichkeiten, das Boot fahren zu erlernen.

Bootsfahrschule & Sportbootführerschein

Wenn Sie bei den ersten Probefahrten Spaß an der Sache gefunden haben, ist irgendwann der Zeitpunkt für eine systematische Ausbildung mit dem Ziel des Sportbootsführerscheins gekommen. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig und nicht teuer. Sowohl der Sportbootführerschein- Binnen als auch See kosten nur einen Bruchteil des Kfz-Führerscheins. Das Angebot an Literatur für die Sportbootausbildung ist vielfältig, und es gibt Sportbootschulen überall in Deutschland.

Das Kursangebot der Schulen ist auf unterschiedliche Bedürfnisse eingestellt. Es reicht von regelmäßigen, wöchentlichen Ausbildungsterminen über Kompaktkurse von 1 bis 2 Wochen bis hin zu Urlaubskursen in geeigneten Urlaubsrevieren in Deutschland oder am Mittelmeer.

Ein Verzeichnis von Sportbootsschulen finden Sie im Wassertourismus-Guide oder beim führenden Schulverband für die Motorbootausbildung, dem Verband Deutscher Sportbootschulen e.V. (VDS) Viele Schulen sind auch als Aussteller auf den Wassersportmessen vertreten und erklären Ihnen dort ihr Angebot. Die Schulen helfen auch bei der Erledigung aller Formalitäten, die bei der Anmeldung zur Prüfung auf Sie warten.

Was muss ich lernen?

Die Ausbildung gliedert sich in den theoretischen und den praktischen Teil. In der Theorie werden Themen wie Navigation, Verkehrsregeln auf dem Wasser, Sicherheit und Rechtliches behandelt. Dieser Teil bereitet Sie zielgerichtet auf das Bestehen der theoretischen Führerscheinprüfung vor, in der Sie einen schriftlichen Fragebogen erfolgreich bearbeiten müssen.

Der praktische Teil der Ausbildung konzentriert sich auf die Handhabung des Bootes und der Einrichtungen an Bord sowie die prüfungsrelevanten Manöver, die in der praktischen Fahrprüfung vorkommen.

Danach dürfen Sie dann auch selbständig mit dem führerscheinpflichtigen eigenen oder gemieteten Boot auf Tour gehen. Auch beim Boot fahren ist es nach der bestandenen Fahrprüfung wie beim Auto fahren: die Praxis ist der beste Lehrmeister.

Tipps für Sportbooteinsteiger

   Sollte ich eine Bootsfahrschule besuchen?

Auf deutschen Gewässern und auch in vielen anderen Ländern ist ein Nachweis über die Befähigung zum Führen eines Motorbootes Pflicht. Ausnahmen gibt es in Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden, Dänemark sowie auf Kanälen in Frankreich wo kein Führerschein verlangt wird. In Holland kann man Führerschein frei mit Booten bis 15m Länge fahren, sofern das Boot nicht schneller als 20 km/h fahren kann.

Aber auch in Deutschland kann man Boote ohne Führerschein betreiben, wenn sie eine Motorleistung von maximal 15 PS haben. Eine weitere Ausnahme gibt es auf einigen Binnenrevieren in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und im Saarland, auf denen Charterfirmen für Hausboote nach einer ausführlichen Einweisung eine Charterbescheinigung ausstellen dürfen, die den Sportbootführerschein für die Dauer des Urlaubs auf diesen Gewässern ersetzt. Dies ist eine ideale Möglichkeit einen ersten Eindruck zu gewinnen, ob man das Boot fahren spannend findet.

Die Prüfung zur Erlangung der Führerscheine besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Wer sowohl für den Binnen- als auch für den Seebereich einen Führerschein erwerben möchte, sollte mit dem Seeführerschein beginnen. Die praktische Prüfung für den Binnenführerschein braucht dann nämlich nicht wiederholt zu werden. Bei umgekehrter Reihenfolge muss die praktische Prüfung doppelt abgelegt werden.

Die Prüfungsvorbereitung kann man im Selbststudium durchführen oder eine Bootsfahrschule besuchen. Für das Selbststudium gibt es im Fachhandel Bücher und computergestützte Lernprogramme mit den amtlichen Fragebögen. Empfehlenswert ist allerdings der Besuch einer Bootsfahrschule, die neben Prüfungswissen eben auch die  entsprechenden Zusammenhänge vermitteln kann. Ganz abgesehen vom Lernspaß innerhalb einer Gruppe.

Letztendlich wird man ohnehin eine Fahrschule in Anspruch nehmen müssen, um Fahrpraxis zu gewinnen und die prüfungsrelevanten Manöver und sonstigen praktischen Kenntnisse einzuüben. Eine Bootsfahrschule in der Nähe findet man beim führenden Schulverband für die Motorbootausbildung, dem Verband Deutscher Sportbootschulen e.V. (VDS), den Deutschen Motoryachtverband (DMYV), über das Internet, Fachzeitschriften und Bootsmessen.

Manche Angebote einen ausländischen Führerschein zu erwerben sind verlockend, erhalten aber meist nicht die erforderliche offizielle Anerkennung durch die deutschen Behörden. Möglich ist es allerdings, den deutschen Sportbootführerschein Binnen auch im Ausland, beispielsweise während eines Urlaubs, abzulegen. Die Ausbildung für den Sportbootführerschein See ist ebenfalls im Ausland möglich, allerdings muss die Abschlussprüfung in Deutschland absolviert werden.

   Eignen sich Sportboote für Familien und Kinder?

Ein Tag auf dem Sportboot ist für Kinder und Jugendliche ein großartiges Freizeiterlebnis, bei dem es neben Spaß und Abenteuer viele nützliche Erfahrungen zu sammeln gibt. Vielleicht das allerwichtigste aber ist das geteilte Erlebnis und die gemeinsame Zeit mit den Eltern. Eine ideale Kombination also, bei der alle voll auf ihre Kosten kommen.

Kinder lieben allein schon das Erlebnis, mit vollem Speed in Gleitfahrt über das Wasser zu preschen und in die Gischt einzutauchen. Auch vor Anker in der Bucht wird das Baden für die Kids zu einem neuen Erlebnis. Auf der Banane oder dem Tube hinter dem Sportboot gezogen zu werden bringt zusätzliche Abwechselung in den Wasserspaß. Für die etwas Größeren kann dieses Erlebnis auf Wasserskiern oder dem Wakeboard sogar noch ausgebaut werden. Und wenn der Nachwuchs mit dem dicken Fisch an der Angel dann noch für das gemeinsame Abendessen zum Tagesabschluss sorgt, werden die Augen vor Stolz leuchten.

Neben dem Spaß bietet ein Sportboot den Kindern aber auch viel Raum für neue Erfahrungen. Mit zunehmendem Alter können die Kids in die notwendigen Aufgaben an Bord eingebunden werden und lernen so, Verantwortung für die das gemeinsame Erlebnis mit zu übernehmen. Auch die Nähe zum Wasser und zur Natur bietet vielfältige Anknüpfungspunkte, um die Entwicklung der Kinder zu fördern.

Wichtig für die Eltern ist es, stets gut vorbereitet mit den Kids auf das Wasser zu gehen. Schwimmwesten an Bord gehören ebenso dazu wie eine gute Planung des Ausflugs und das Einholen der nötigen Informationen über das Revier. Mit kleinen Kindern an Bord sollte immer eine Person extra mit dabei sein, damit bei Situationen wie z.B. dem An- und Ablegen immer jemand Zeit hat, um auf die Kinder zu achten. Aus Sicherheitsgründen gilt: Kinder tragen immer eine Schwimmweste.

   Welche Vorteile bietet ein Motorbootclub?

Dort wo es Wasser zum Boot fahren gibt, ist der nächste Motorboot- oder Yachtclub nicht weit. Gerade für Einsteiger, die vielleicht noch nicht über ein eigenes Boot verfügen, bieten viele Clubs ein gutes Programm, um die frisch erworbenen Grundfertigkeiten zu vertiefen. Zu allererst bietet ein Bootsclub vielfältige Kontaktmöglichkeiten zu anderen Bootsfahrern, um von ihnen oder mit ihnen zusammen weiter zu lernen.

Der größte Vorteil eines Bootsclubs liegt für den Einsteiger in den Angeboten zum Mitfahren, um weitere Bootserfahrungen auf dem Wasser zu sammeln. Da gibt es über die Kontakte zu anderen Clubmitgliedern immer wieder die Chance mit erfahrenen Skippern auf Törn zu gehen und die eigenen Kenntnisse in der Praxis zu vertiefen. Auch unterhalten viele Vereine eigene Boote und Yachten in unterschiedlicher Größe, auf denen es Angebote in der Bootsausbildung und zum Mitfahren gibt.

Für den Bootseinsteiger ist es nach dem Anfängerkurs sehr wichtig, zügig praktische Bootserfahrung aufzubauen, um das gelernte Basiswissen anzuwenden und zu festigen. Sicherheit und Routine im Umgang mit Steuerrad, Kompass und Festmacher entwickeln sich nur in der Praxis. Über ein eigenes Boot verfügen viele Einsteiger noch nicht und die Chance zum Chartern einer Yacht ergibt sich meist nur einmal im Jahr. So bieten Bootsclubs gerade in der Nachbarschaft des Heimatortes eine gute Gelegenheit regelmäßig an Bord zu gehen.

Wer bereits selbst Bootseigner ist, hat im Yachtclub auch Kontakt zu anderen Eignern, mit denen er sich über die Boote, Ausrüstung und technische Fragen austauschen kann. Auch die Möglichkeit zur Nutzung der Clubanlagen, gemeinsame Bootsaktivitäten im Club und das gesellige Beisammensein schätzen viele Bootseigner.

Über Motorbootclubs in Deutschland informiert der Deutsche Motoryachtverband (DMYV).

   Erst mitfahren und chartern, dann kaufen.

Sie sind vom Wassersport begeistert? Sie möchten unbedingt eine Segelyacht, ein Motorboot oder ein Kanu Ihr eigen nennen? Bevor Sie sich zum Kauf entscheiden, nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die es im Wassersport gibt, Boote und Ausrüstung auszuleihen. So können Sie in der Praxis testen, welches das richtige Boot oder die geeignete Ausrüstung für Sie ist.

Der Funke springt im Wassersport schnell über, die Faszination dieses Freizeitsports ist riesig, ganz gleich ob es ums Tauchen, Segeln, Motorboot oder Kanu fahren geht. Bei der Entscheidung für die Anschaffung eines eigenen Bootes sollten Sie sich dennoch genügend Zeit einräumen, um zu einer für Sie passenden Kaufentscheidung zu kommen - Ihr neues Traumschiff soll Sie schließlich über die viele Jahre in Ihrer Freizeit begleiten und Ihnen Spaß bringen.

Für alle Arten von Boote und Yachten gibt es vielfältige Möglichkeiten, diese auszuleihen. Dies bietet Ihnen eine hervorragende Möglichkeit verschiedene Boote und Modell auszuprobieren, um so Ihre eigenen Ansprüche an das Boot besser einschätzen zu lernen.

Kleinere Boote wie Kanus, Segeljollen oder Sportboote stehen an vielen Gewässern für die Ausleihe zur Verfügung und können in der Regel tageweise ausgeliehgen werden. Charteranbieter für Yachten und Hausboote stehen natürlich nur an größeren Gewässern oder der Küste zur Verfügung, die für diese Boote geeignet sind. Yachten und Hausboote werden in der Regel nur für Wochenend oder Wochencharter angeboten.

Ein einzelnes Charterunternehmen bzw. ein Bootsverleiher hat meist nur eine begrenzte Modellauswahl in seiner Angebotspalette, aber es stehen in der Regel Boote unterschiedlichen Charakters zur Auswahl, so dass Sie im Laufe der Zeit unterschiedliche Boote kennenlernen können. Je mehr Erfahrungen Sie mit unterschiedlichen Booten sammeln, desto besser werden Sie Ihre eigenen Wünsche an Ihr ideales Schiff erkennen und definieren können.

Ein guter Weg für Einsteiger in den Wassersport bieten auch Segel- und Yachtclubs. Ohne selbst gleich ein Boot anzuschaffen, können Sie als Mitglied in einem Club Erfahrung auf den vereinseigenen Booten sammeln.

Auch der Besuch auf Bootsmessen wird Ihnen auf dem Weg zu Ihrem Wunschboot weiterhelfen. Auf den Messen bekommen Sie einen Überblick über das aktuelle Angebot auf dem Markt und können verschiedene Boote miteinander vergleichen. Mit Ihren Erfahrungen aus der Charter können Sie die ausgestellten Boote auf den Messen besser in Bezug auf Ihre Wünsche einschätzen. Testberichte aus den Fachmedien ergänzen Ihre persönlichen Eindrücke von den Schiffen.

Wenn es schließlich konkreter wird und Sie einige Modelle in der engeren Auswahl haben, vereinbaren Sie in jedem Fall Termine für Probefahrten, um die Anwärter für den Bootskauf noch einmal genau auf Ihre Erwartungen abzuklopfen. Sofern es sich um den Kauf eines Gebrauchtbootes handelt, sollten Sie auch die Begutachtung des Zustandes durch einen Sachverständigen in Erwägung ziehen.

Neben dem Kauf eines eigenen Bootes gibt es - vor allem sofern es um größere Boote geht - eine ganze Reihe alternativer Modelle, um sich die Möglichkeit zum Bootsfahren zu schaffen: Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber Bootskauf.

   Welches Sportboot ist am besten für mich geeignet?

Ist die Lust am Sportbootfahren erst einmal erwacht, kommt sicher schnell der Wunsch auf, sich ein eigenes Boot zuzulegen, um den neuen Freizeitspaß noch ausgiebiger genießen zu können. Vor dem Kauf eines Sportbootes sollte man sich genau darüber klar werden, wie und wo man das Boot nutzen möchte, denn nur ein Boot, das den Bedürfnissen des Nutzers entspricht, wird langfristig Freude bereiten.

Flexibilität - kleine, offene Sportboote

Der Vorteil der kleineren Sportboote gegenüber den größeren Motoryachten ist, dass sie leicht zu transportieren sind und viel Flexibilität bieten. Aufblasbare Schlauchboote verschwinden klein verpackt  sogar im Kofferraum. Als Festrumpfboote können sie auf dem Bootstrailer hinter dem PKW transportiert werden. Die Liegeplatzfrage ist somit leicht gelöst. Zu beachten ist lediglich, dass das eigene Fahrzeug Boot und Trailer auch ziehen kann. Tipps für das trailern von Booten finden Sie in unserem Ratgeber Trailerboote

Ein günstiger Einstieg in das Sportbootfahren kann bereits mit kleinen, offenen Booten ab ca. 2,5 m Länge beginnen. Diese kleinen Boote sind leicht von einer Person zu handhaben, universell einsetzbar und mit einem Außenbordmotor bis 15 PS sogar führerscheinfrei zu fahren. Zu dieser Bootskategorie gehören die faltbaren Schlauchboote ebenso wie die kleinen offenen Festrumpfboote mit einem Bootskörper aus PVC, Aluminium, Kunststoff oder Holz. Ihr Einsatz ist begernzt auf geschützte Gewässer und stabile Witterungsbedingungen, dennoch bieten sie reichlich Möglichkeiten die Freizeit auf dem Wasser zu genießen. Die geringen Kosten, die Führerscheinfreiheit und einfache Transportierbarkeit machen diese Boote für Einsteiger besonders attraktiv.

Daycruiser, Weekender & RIBs

Größere Sportboote oder Schlauchboote mit festem Rumpf (RIB), Boote mit offenem oder geschlossenen Vorschiff, mit Schlupfkajüte oder Halbkajüte sind meist stärker motorisiert und erreichen entsprechend höhere Geschwindigkeiten. Mit der Größe nimmt auch die Seetüchtigkeit zu und mehr Reviere stehen als Ziel zur Auswahl. Größere Sportboote erlauben zusätzliche Aktivitäten wie weitere Ausflüge evtl. sogar mit einer Übernachtung an Bord, Wasserski und Wakeboarding, Fischen und Tauchen. Wobei man beim Tauchen dem Schlauchboot mit Festrumpf den Vorzug geben sollte. Die meisten Sportboote sind mit Außenbordmotoren ausgerüstet. Erst die größeren Boote verfügen über Innenbordmotoren.

Der Markt der mittleren und größeren Sportboote bietet eine breite Auffächerung in diverse Sportboottypen, die auf besondere Nutzungsarten optimiert ausgelegt sind. Da gibt es z.B. Runabouts (eigentlich nur eine andere Bezeichnung für ein schnelles, offenes Sportboot), Bowrider (mit Sitzmöglichkeiten im Bug und Durchgang zum Cockpit im Heck), Daycruiser (offenes Boot für Tagesfahrten), Weekender (mit kleiner Kabine für die Übernachtung am Wochenende), Angel- und Sportfischerboote, Wasserskiboote, um nur einige zu nennen.

Bootsmessen bieten Angebotsüberblick

Die verschiedenen Bezeichnungen können gerade für Einsteiger verwirrend sein. Um einmal einen Überblick über die Modellvielfalt und Bootstypen zu bekommen, lohnt sich ein Besuch auf der Wassersportmesse boot Düsseldorf, die den weltweit führenden Marktplatz für Boote bietet. Hier kann man die unterschiedlichen Bootstypen nebeneinander begutachten und mit den eigenen Nutzungswünschen des Bootes abgleichen.

   Brauche ich eine Haftpflichtversicherung?

Anders als im Kfz-Bereich gibt es in Deutschland wie auch z.B. in Holland, Dänemark, Schweden oder Norwegen keine Versicherungspflicht für Sportboote. Die private Haftpflicht, über die viele Haushalte verfügen, deckt allenfalls Schäden, die mit muskelbetriebenen Fahrzeugen verursacht werden. Schäden, die Sie mit Motor- oder Segelbooten Dritten zufügen sind hingegen üblicherweise ausgeschlossen. Diese Deckungslücke sollten Sie im eigenen Interesse schließen, denn bei Unfällen kann es schnell zu unkalkulierbar hohen Ansprüchen von Unfallgegnern, bei Gewässerschäden oder durch die Mitfahrer kommen.

Falls Sie mit Ihrem Boot ins Ausland reisen wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass in vielen südeuropäischen Ländern eine Haftpflichtversicherung für das Boot vorliegen muss. In diesen Ländern muss immer ein internationaler Versicherungsnachweis (oft „blaue Karte“ oder „Confirmation of Cover“ genannt) an Bord mitgeführt werden. In dem Versicherungsnachweis sollten dann, neben dem Halter und dem Bootstyp, auch die Rumpfnummer des Bootes und die Seriennummer des Motors aufgeführt sein.

Es gibt auf den Wassersportbereich spezialisierte Anbieter von Versicherungen, die Sie gerne in allen Versicherungsfragen rund um das Boot beraten. Auf den Wassersportbereich spezialisierte Versicherer kennen die Risiken und können im Fall der Fälle kompetent und aus dem Blickwinkel eines Bootsbesitzers heraus helfen. Diese Versicherer werden Ihnen auch spezielle Wassersport-Kasko-Versicherungen anbieten können, auch bei Schäden, Verlust oder Bergung des eigenen Bootes Ersatz leisten.

Hier finden Sie die im Bundesverband Wassersportwirtschaft organisierten, zugelassenen Versicherer: Versicherungsindex beim BVWW

Entdecke Wassersport
Copyright 2017 BVWW