Holland

Durch die Kanäle
ins Ijsselmeer

Nichts hat Holland so geprägt wie das Wasser: Stück für Stück gewannen die Menschen ihre Grundstücke für Weiden, Windmühlen und Tulpenfelder dem Meer ab. Man legte trocken, füllte auf, baute Dämme, Deiche, Schleusen, Brücken und Kanäle. So entstand ein weit verzweigtes Netz von Wasserstraßen, an deren Ufern sich eine in Europa einzigartige Infrastruktur für Wasserwanderer gebildet hat. Vom Restaurant bis zum Supermarkt - fast alles kann man in Holland bequem mit dem Boot erreichen. Unkomplizierte Anlegemöglichkeiten gibt es in großer Zahl und viele Orte und Einrichtungen haben spezielle Angebote für Wasserwanderer geschaffen. Ein ideales Bootsrevier.

Landschaft

Es gibt weitläufige Seen – die in Holland Meere heißen, denn im Niederländischen ist Zee die offene See und ein Meer ein Binnensee - und große, aber flache Teiche - Plassen genannt - sowie unzählige Verbindungskanäle, die charakteristisch sind für Hollands Wasserseite. Berühmtestes Beispiel sind wohl die Grachten Amsterdams. Hunderte bewegliche Brücken, die sich öffnen, sobald sich ein Boot nähert, liebevoll erhaltene Windmühlen, historische Giebelhäuser und großzügige Weiden prägen die Landschaft. Die leicht vom Wasser aus zu erreichenden oft sternförmig angelegten Städte laden mit ihren Sehenswürdigkeiten zu einem Besuch ein.

Friesland und Flevoland

Die friesische Seenplatte ist das bekannteste Wassersportrevier Hollands: Eine Region mit vielen Seen und Kanälen und den traditionell auf Terps - hohen Dämmen - gebauten Städten. 10.000 Hektar Wasserfläche machen Friesland zu einem Eldorado für jeden Wassersportler - überall findet man sehr gute Versorgungseinrichtungen, denn Tourismus und Landwirtschaft sind die Haupteinnahmequellen dieser Region. Hinter Zwartsluis beginnt der Törn ins Land der "Wijden" (Seen mit großen Schilffeldern) und der moorbraunen Kanäle, die durch den Torfabbau entstanden sind. Im Gegensatz zu Friesland gibt es hier viel Wald, dessen Stille auch Hausbootfahrern ausreichend Ruhe zum Erholen und Träumen gibt. Keinesfalls versäumen sollten Sie hier den Besuch des einzigartigen Dorfes Giethoorn, das auf kleinen Inseln gebaut ist. Die alten reetgedeckten Häuser sind durch zahllose hohe, schmale Brücken und Stege miteinander verbunden. Die reizvolle Lage lockt jedoch recht viele Touristen an - als Bootfahrer können Sie entlang der Ufer noch andere, ebenso charmante Dörfer und Siedlungen entdecken.

Das Ijsselmeer und Amsterdam

Das Ijsselmeer, ehemals "Zuiderzee" (Südsee) genannt, ist ein hervorragendes Übungsrevier, um sich erste Erfahrungen im Seesegeln anzueignen. Entstanden ist das IJsselmeer erst im Jahre 1932 durch den Bau des 29 km langen Abschlussdeichs an einer schmalen Stelle der ehemaligen Zuiderzee. Ein weiterer Deich mit zwei Schleusen trennt das Ijsselmeer vom Markermeer. Das 50 Seemeilen in Nord-Süd-Richtung und 23 Seemeilen in Ost-West-Richtung große Binnen-Meer hat sich seitdem zu einem Segel-Zentrum entwickelt. Idyllische kleine Häfen können in einem Tagestörn erreicht werden - ideal zum Üben und einfach schön für Familien mit Kindern. Wer lieber motorisiert oder mit einem Hausboot unterwegs ist, dem ist Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande zu empfehlen. Die Stadt kann über ihr Grachten-Netzwerk quasi bis in den kleinsten Winkel (im wahrsten Sinne des Wortes) erfahren werden. Acht geben sollte man bloß auf die Höhe der Brücken im Altstadtbereich. Nur wenige Metropolen haben sich ihr historisches Stadtbild so bewahrt wie Amsterdam.
Weitere Infos unter: www.niederlande.de

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