Segeln

Eine kleine Anleitung
für Einsteiger

Der Mensch segelt seit Jahrtausenden. Was früher kraftraubende Arbeit zum mühsamen Lebensunterhalt oder ein riskantes Abenteuer für Entdecker war, ist heute eine der beliebtesten Freizeit- und Urlaubsaktivitäten, die für ihren besonders hohen Erholungswert geschätzt wird: Leinen los und abschalten vom Alltag!
Mit den modernen Booten, technischer Ausstattung und elektronischer Navigation ist Segeln immer einfacher geworden. Für Kinder ist es ebenso leicht zu erlernen wie es vom Erwachsenen bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann.
Doch die Grundprinzipien des Segelns gelten von damals bis heute und es sind die gleichen Grundkenntnisse, die der Segeleinsteiger erlernen muss, um mit seinem Boot zielsicher von A nach B zu gelangen. Diese kleine Zusammenstellung des Basiswissens soll Ihnen zeigen, welche Fertigkeiten Sie in einem Einsteigerkurs Segeln erlernen. Diese Grundlagen - sicher in der Praxis beherrscht - reichen aus, um mit einem geeigneten Einsteigerboot bei moderaten Segelbedingungen sicher auf einem See oder einem geschützten Küstengewässer unterwegs zu sein.

Ausrüstung des Seglers

Moderne Materialien haben viel dazu beigetragen, dass Segler sich bei Wind und Wetter an Bord in Ihrer Kleidung wohlfühlen.
Für den Jollensegler, der bei gutem Segelwind ja mehr oder minder dauerhaft mit dem nassen Element auf Tuchfühlung steht, sind Neopren- oder Trockenanzüge die komfortabelste Lösung. Dazu kommen Neoprenschuhe und Segelhandschuhe, da die Arbeit mit den Tauen die Haut sonst sehr strapaziert. Nicht zu vergessen ist bei sonnigem Wetter die Sonnenbrille und eine Cap als Sonnenschutz.

An Bord der Yacht fühlt der Segler sich bei schönem Wetter in einer schnell trocknenden Bordhose am wohlsten. Bootsschuhe mit rutschfester Sohle geben Standfestigkeit auf dem feuchten Deck. Bei entsprechend Wind schützt ein Segel-Blouson vor dem Auskühlen durch den Wind. Wird das Wetter schlechter schützt eine Segelanzug aus Jacke und Hose vor Nässe und Kälte. Atmungsaktive Materialien sorgen für hohen Tragekomfort. Für mehr Kälteschutz gibt es spezielle Kleidungsstücke als Mid-Layer, die als zweite Schicht unter dem Segelanzug getragen werden können. Segelstiefel ergänzen den Wetterschutz für den Segler.

Zur persönlichen Sicherheitsausrüstung gehört in jedem Fall eine Schwimm- oder Rettungsweste.

Umgang mit Tauwerk und Knotenkunde
Taue und Leinen spielen an Bord eine wichtige Rolle, sei es als Festmacher oder als Fallen und Schoten für die Segelführung. Seemannsknoten gehören zum richtigen Umgang mit dem Tauwerk dazu und einige gehen dem Segler schon nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über: Palstek Achtknoten Kreuzknoten halber Schlag Schotstek Belegen einer Klampe Aufschießen von Leinen

Handhabung der Segel
Die Segel sind der Motor der Segelyacht. Die Segel arbeiten nur dann effektiv, wenn ihr Profil sauber im Wind steht. Jede Beeinträchtigung des Profils mindert ihre Leistungsfähigkeit. Darum geht der sachgerechte Umgang mit den Segeln dem Segler in Fleisch und Blut über. Es beginnt mit dem ordentlichen Packen und Lagern der Segel und geht über das richtige Anschlagen der Segel am Mast. Baum und Vorstag bis hin zum Segeltrimm während der Fahrt. Wichtig: Lassen Sie Ihre Segel nicht unnötig lange im Wind schlagen. Schnelles setzen und bergen der Segel erhöht die Lebensdauer.
Ein wichtiges Manöver im Umgang mit den Segeln ist das Reffen der Segel. Bei zunehmender Windstärke ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem der Winddruck in den Segeln zu groß wird. Das Boot ist dann nur noch schwer kontrolliert zu steuern. Um diesem Effekt vorzubeugen, können die Segel in ihrer Fläche verkleinert werden, so dass der Winddruck in den Segeln abnimmt und das Boot gut steuerbar bleibt. Dieses Manöver nennt man Segel reffen.

Kurse zum Wind

Damit die Segel durch ihr Profil effektiv Vortrieb erzeugen können, müssen sie immer in den möglichst günstigsten Winkel zum einfallenden Wind gestellt werden. Entsprechend diesem Einfallswinkel des Windes bezeichnet man die unterschiedlichen Kurse, auf denen ein Segelboot im Verhältnis zum Wind segeln kann.

Im Wind / Aufschießer
Direkt gegen den Wind kann ein Segelboot nicht segeln. Dieser Sektor, in dem das Boot im Wind steht umfasst zu beiden Seiten der direkten Windrichtung je nach Boot ca. 40 - 50°. Steuert man ein Segelboot bewusst in den Wind, z.B. um es aufzustoppen, so nennt man dieses Manöver einen Aufschießer. Es ist der einzige Weg, um ein Segelboot zum Halten zu bringen.

Am-Wind-Kurs
Fällt der Wind beim Segeln schräg von vorne ein bzw. steuert das Segelboot auf einem Kurs zum Wind von ca. 40 - 80°, so spricht man von einem Am-Wind-Kurs. Je dichter der Kurs am Wind liegt, desto dichter werden die Segel getrimmt.

Halber Wind
Segelt das Boot so, dass der Wind von querab, also in einem Winkel um die 90° einfällt, so spricht man von einem Halbwind-Kurs. Die Segel werden nur schon deutlich offener gefahren, um einen idealen Anstellwinkel zum Wind zu erreichen.

Raumschots-Kurs
Lässt der Steuermann das Boot vom Halbwind-Kurs weiter abfallen, so dass der Wind nun schon schräg von hinten einfällt, so fährt das Schiff auf einem Raumschots-Kurs. Die Segel werden auf diesem Kurs weit aufgefiert. Um mehr Geschwindigkeit zu erzielen, kommen auf diesem Kurs die großen Genakervorsegel zum Einsatz.

Vor-Wind-Kurs
Segelt das Boot schließlich mit dem Wind direkt von achtern, so spricht man von einem Kurs vor dem Wind. Diese Kurse werden für mehr Geschwindigkeit gerne unter Spinnaker gesegelt.

Steuerung des Bootes / Bootsmanöver

Wer die Steuerung von Fahrzeugen an Land gewöhnt ist, wird schnell einen wesentlichen Unterschied bei Booten feststellen: Boote werden mit einem Ruderblatt am Heck gesteuert. Dies führt dazu, dass ein Boot in einer Kurve weit mit dem Heck ausholt. Kleinere Boote verfügen zu dem in der Regel über eine Pinnensteuerung, d.h. das Ruderblatt wird mit einer langen Pinne über eine einfache Lagerung nach rechts und links gedrückt: Pinne nach rechts heißt Ruderblatt nach links. Das Boot fährt eine Linkskurve. Pinne nach links leitet entsprechend eine Rechtskurve ein. Aber daran hat man sich schnell gewöhnt.

Anluven und abfallen
Richtungsangaben beim Steuern eines Segelbootes werden nicht mit dem gewohnten rechts und links gegeben. Der Wind und die Richtung aus der er weht sind für das Segeln das entscheidendere Kriterium. Dabei ist Luv die Seite des Windes und Lee die Windabgewandte Seite. Entsprechend heißt eine Steuerbewegung zum Wind hin "anluven". Die entgegengesetzte Steuerbewegung vom Wind weg heißt "abfallen".

Wenden
Da eine Segelboot nur schwerlich direkt gegen den Wind segeln kann, kommt der Wind an Bord immer von einer Seite des Bootes - entweder von backbord oder von steuerbord. Lässt man ein Segelboot gezielt soweit anluven, dass es mit dem Bug durch den Wind dreht und der Wind damit von der einen Seite des Bootes auf die andere wechselt, spricht man von einer Wende.

Halsen
Bei der Halse lässt man im Gegensatz zur Wende das Segelboot gezielt soweit vom Wind abfallen, bis der Wind zunächst direkt von hinten und dann, nach dem Umschlagen des Segels, von der anderen Seite des Bootes einfällt. Bei der Halse dreht man also das Heck des Schiffes durch den Wind.

Tipps für Segeleinsteiger

   Wie lerne ich richtig Segeln? Wie kann ich einsteigen?

Segeln ist eine sehr ursprüngliche Erfahrung: Die Kraft des Windes zu bändigen und in die kontrollierte Fortbewegung umzuwandeln, um so sein Ziel ohne künstliche Energie zu erreichen. Wind und Wellen sind dabei natürlich eine Herausforderung und der richtige Umgang mit Segeltuch und Tauwerk will gelernt sein.

Zu Beginn geht es für Sie nicht um den Erwerb amtlicher Sportbootführerscheine, sondern zunächst einmal um erste Erfahrungen und eine ganz praxisorientierte Ausbildung in den grundlegenden Fertigkeiten des Segelns: Handhabung der Segel und des Tauwerks, Steuerung des Bootes auf allen Kursen zum Wind, Trimmen der Segel auf den Wind und die grundlegenden Manöver wie Ab- und Anlegen oder Wenden und Halsen.

Für die ersten Erfahrungen an Bord ist es am besten, wenn Sie Gelegenheiten zum Mitsegeln bei erfahrenen Seglern nutzen. Hier lernen Sie in der Praxis das Boot kennen und können in entspannter Atmosphäre den Spaß am Segeln entdecken.

Wenn Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis keine Segler haben, gibt es trotzdem viele Möglichkeiten für ein erstes Schnuppersegeln: Buchen Sie zum Beispiel eine Koje auf einem Mitsegeltörn bei einem Charteranbieter. Viele Vercharterer und Segelschulen bieten Törns für Einsteiger an, bei denen Sie auch ohne jede Vorkenntnis mit einem erfahrenen Skipper einen ersten Urlaub unter Segeln erleben können. Auch in vielen Segelvereinen gibt es Segelgruppen für Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Einfach einmal bei einem Segelverein in Ihrer Nähe nachfragen.

Der nächste Schritt ist dann ein richtiger Segelkurs für Einsteiger. Viele Segelclubs haben solche Kurse für das Jollen- ebenso wie für das Yacht segeln in ihrem Programm. Hier ist es oft so, dass der Kurs an einem Nachmittag oder Abend in der Woche stattfindet. Oder Sie buchen einen Kurs bei einer professionellen Segelschule. Neben wöchentlichen Kursen gibt es meist auch Kompaktkurse über ein oder zwei Wochen, die Sie zum Beispiel auch im Urlaub belegen können.

Der Urlaub ist überhaupt eine gute Gelegenheit für den entspannten und spaßorientierten Einstieg in das Segeln, denn gerade in den schönen Urlaubsorten am Wasser gibt es überall Segelschulen mit entsprechenden Angeboten. Manche Schulen offerieren einen ganzen Segelurlaub inklusive Unterkunft, der sich um den Segelkurs herum aufbaut. Umfassende Informationen zu Kursen in Segelschulen bekommen Sie beim Verband Deutscher Sportbootschulen e.V. (VDS) und beim Verband Deutscher Wassersport Schulen e.V. (VDWS)

Am Anfang eines Segelkurses gilt es, eine ganze Reihe Fachbegriffe zu behalten, bis man in der Sprache der Segler fließend mitreden kann, aber am Ende des Einsteigerkurses können Sie dann nicht nur über das Segeln reden, sondern Ihr Boot bei moderaten Bedingungen sicher über den See und wieder zurück an den Steg steuern. Danach heißt es dann möglichst oft raus aufs Wasser und üben, üben, üben, denn ein erfahrener Segler wird man nur, wenn man segelt.

   Sollte ich eine Segelschule besuchen?

Segeln lernen kann jeder, der sich auf dem Wasser wohl fühlt und eine normale körperliche Konstitution mitbringt. Ganz gleich ob man das Segeln schon von Kindesbeinen an mitbekommen hat oder sich den Traum vom eigenen Boot erst im Ruhestand erfüllt, die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten, die es zum Segeln braucht, lassen sich von jedem leicht erwerben.

Diese Grundlagen sollte man sich aber fundiert und systematisch aneignen, denn nicht vergessen sollte man, dass man es draußen auf dem Wasser mit Wind und Wellen zu tun hat. Ein gesunder Respekt vor der Kraft dieser Elemente ist für einen erfahrenen Segler selbstverständlich.

In einer Segelschule bekommen Sie von erfahrenen Profis kompakt und didaktisch gut aufbereitet alles Wesentliche vermittelt, um Ihre Freizeit auf dem Wasser stets mit dem nötigen Gefühl der Sicherheit zu genießen. Die Kurse werden von ausgebildeten Segellehrern durchgeführt, die Erfahrung darin besitzen, auf die besonderen Bedürfnisse von Anfängern an Bord einzugehen.

Segelschulen bieten ein Kursprogramm, das nicht nur hinsichtlich des Wissensstandes der Teilnehmer gut abgestuft ist, sondern auch den unterschiedlichen zeitlichen Möglichkeiten der Teilnehmer Rechnung trägt: vom Kurs einmal wöchentlich bis hin zum ein- bis zweiwöchigen Urlaubskurs an einem interessanten Ferienziel gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Im Anschluss an die Einsteigerkurse bieten die meisten Schulen ergänzende Kursmöglichkeiten, weitere Erfahrungen auf dem Wasser zu sammeln.

Eine hervorragende Gelegenheit, einen Segelkurs zu belegen, bietet sich bei einem Urlaub am Wasser an. In allen Urlaubsregionen am Wasser gibt es Segelschulen mit entsprechenden Angeboten. Manche Schulen offerieren einen ganzen Segelurlaub inklusive Unterkunft und Rahmenprogramm, der sich um den Segelkurs herum aufbaut.
Worauf Sie bei der Auswahl Ihrer Segelschule auf jeden Fall achten sollten, sind nachgewiesene Qualität und Standards in der Ausbildung. Bei Schulen, die nach den Prinzipien der Verbände VDS oder VDWS  arbeiten, können Sie sicher sein, dass Sie eine gute Ausbildung erhalten.

   Ist Segeln für Familien und für Kinder geeignet?

Segeln ist eine ideale Freizeitaktivität für Familien mit Kindern in jedem Alter. Gemeinsame, aktiv miteinander verbrachte Zeit ist das Wichtigste für Kinder. An Bord eines Segelbootes, ganz gleich ob es sich um eine Yacht oder einen Optimisten handelt, sind die Bedingungen ideal, denn die gemeinsame Zeit ist ausgefüllt mit Spaß, Erlebnissen und Aktivität.

Für Kinder bietet Segeln eine tolle Kombination aus Spaß, Erlebnis, Abenteuer, Erholung und wertvollen neuen Erfahrungen. Ein Urlaubstörn auf der Segelyacht von Hafen zu Hafen wird ebenso für leuchtende Kinderaugen sorgen wie ein Nachmittag im Optimisten auf dem Binnensee.

Kinder jeden Alters können in das Leben und die Aktivitäten an Bord eingebunden werden und erfahren so Gemeinschaft und Verantwortung. Boote bieten ein Umfeld, in dem die Kinder spielerisch und mit Spaß viele Lernerfahrungen sammeln können. Hier ergeben sich für die Eltern ganz natürlich Räume, um sich mit den Kindern über gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen intensiv auszutauschen und Bindungen und Vertrauen zu stärken.

Aber auch für die eigenen Erfahrungsräume bietet Segeln den Kindern ideale Bedingungen. Sobald die Kinder sicher schwimmen können, steht Ihnen das Jollensegeln in Booten wie dem Optimisten offen. Gerade bei den eigenen Erfahrungen an der Pinne des eigenen Optis entwickeln die Kinder ihr Selbstbewusstsein und kommen in engen Kontakt mit dem natürlichen Element Wasser, das ihnen großartige Erfahrungsmöglichkeiten eröffnet. Schnupperangebote für Kinder gibt es bei vielen Wassersportschulen und Vereinen.

   Welche Vorteile bietet mir ein Segelverein?

Dort wo es Wasser zum Segeln gibt, gibt es auch einen Segelverein. Gerade für Anfänger bieten viele Vereine ideale Angebote, um die erworbenen Grundkenntnisse zu vertiefen. Zu allererst bietet ein Segelverein natürlich die Möglichkeit Kontakte zu anderen Seglern zu bekommen und von diesen oder mit ihnen zusammen weiter zu lernen. Der wichtigste Vorzug eines Segelvereins liegt für den Einsteiger aber sicher in den Möglichkeiten weitere Segelerfahrung zu sammeln.

Zum einen gibt es über die Kontakte zu anderen Mitgliedern im Verein immer wieder die Möglichkeit mit erfahreneren Seglern auf Törn zu gehen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Zum anderen betreiben viele Clubs vereinseigene Jollen und Yachten unterschiedlicher Größenordnung und bieten ihren Mitgliedern Möglichkeiten mit diesen zu segeln.

Für den Segelanfänger ist es nach dem Einsteigerkurs ganz entscheidend, möglichst viel praktische Segelerfahrung zu sammeln, um die gelernten Grundlagen zu festigen und Sicherheit und Routine im Umgang mit Schot und Pinne zu entwickeln. Über ein eigenes Boot verfügen die meisten Einsteiger noch nicht und die Möglichkeit zum Chartern ergibt sich meist nur mit größeren zeitlichen Abständen. So bieten Segelvereine gerade in der Nähe des Wohnortes oft die beste Möglichkeiten, die Segelerfahrungen zu erweitern.

Wer ein Boot sein eigen nennt, wird zudem im Segelclub den Kontakt zu anderen Eignern schätzen. Nicht nur wegen der Fachsimpelei am Stef über die neusten technischen Errungenschaften an Bord, sondern auch wegen der Möglichkeit der Nutzung von Clubanlagen, wegen des Erfahrungsaustausches über die Boote und gemeinsamer Aktivitäten im Club.

Über Segelclubs in Deutschland informiert der Deutsche Segler Verband.

   Welches Segelboot ist für mich am besten geeignet?

Sie sind vom Wassersport begeistert? Sie möchten unbedingt eine Segelyacht, ein Motorboot oder ein Kanu Ihr eigen nennen? Bevor Sie sich zum Kauf entscheiden, nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die es im Wassersport gibt, Boote und Ausrüstung auszuleihen. So können Sie in der Praxis testen, welches das richtige Boot oder die geeignete Ausrüstung für Sie ist.

Der Funke springt im Wassersport schnell über, die Faszination dieses Freizeitsports ist riesig, ganz gleich ob es ums Tauchen, Segeln, Motorboot oder Kanu fahren geht. Bei der Entscheidung für die Anschaffung eines eigenen Bootes sollten Sie sich dennoch genügend Zeit einräumen, um zu einer für Sie passenden Kaufentscheidung zu kommen - Ihr neues Traumschiff soll Sie schließlich über die viele Jahre in Ihrer Freizeit begleiten und Ihnen Spaß bringen.

Für alle Arten von Boote und Yachten gibt es vielfältige Möglichkeiten, diese auszuleihen. Dies bietet Ihnen eine hervorragende Möglichkeit verschiedene Boote und Modell auszuprobieren, um so Ihre eigenen Ansprüche an das Boot besser einschätzen zu lernen.

Kleinere Boote wie Kanus, Segeljollen oder Sportboote stehen an vielen Gewässern für die Ausleihe zur Verfügung und können in der Regel tageweise ausgeliehgen werden. Charteranbieter für Yachten und Hausboote stehen natürlich nur an größeren Gewässern oder der Küste zur Verfügung, die für diese Boote geeignet sind. Yachten und Hausboote werden in der Regel nur für Wochenend oder Wochencharter angeboten.

Ein einzelnes Charterunternehmen bzw. ein Bootsverleiher hat meist nur eine begrenzte Modellauswahl in seiner Angebotspalette, aber es stehen in der Regel Boote unterschiedlichen Charakters zur Auswahl, so dass Sie im Laufe der Zeit unterschiedliche Boote kennenlernen können. Je mehr Erfahrungen Sie mit unterschiedlichen Booten sammeln, desto besser werden Sie Ihre eigenen Wünsche an Ihr ideales Schiff erkennen und definieren können.

Ein guter Weg für Einsteiger in den Wassersport bieten auch Segel- und Yachtclubs. Ohne selbst gleich ein Boot anzuschaffen, können Sie als Mitglied in einem Segelclub Erfahrung auf den vereinseigenen Booten sammeln. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Beitrag zu Segelvereinen.

Auch der Besuch auf Bootsmessen wird Ihnen auf dem Weg zu Ihrem Wunschboot weiterhelfen. Auf den Messen bekommen Sie einen Überblick über das aktuelle Angebot auf dem Markt und können verschiedene Boote miteinander vergleichen. Mit Ihren Erfahrungen aus der Charter können Sie die ausgestellten Boote auf den Messen besser in Bezug auf Ihre Wünsche einschätzen. Testberichte aus den Fachmedien ergänzen Ihre persönlichen Eindrücke von den Schiffen.

Wenn es schließlich konkreter wird und Sie einige Modelle in der engeren Auswahl haben, vereinbaren Sie in jedem Fall Termine für Probefahrten, um die Anwärter für den Bootskauf noch einmal genau auf Ihre Erwartungen abzuklopfen. Sofern es sich um den Kauf eines Gebrauchtbootes handelt, sollten Sie auch die Begutachtung des Zustandes durch einen Sachverständigen in Erwägung ziehen.

Neben dem Kauf eines eigenen Bootes gibt es - vor allem sofern es um größere Boote geht - eine ganze Reihe alternativer Modelle, um sich die Möglichkeit zum Bootsfahren zu schaffen: Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unseremRatgeber Bootskauf.

   Erst mitsegeln und chartern, dann kaufen

Sie sind vom Wassersport begeistert? Sie möchten unbedingt eine Segelyacht, ein Motorboot oder ein Kanu Ihr eigen nennen? Bevor Sie sich zum Kauf entscheiden, nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die es im Wassersport gibt, Boote und Ausrüstung auszuleihen. So können Sie in der Praxis testen, welches das richtige Boot oder die geeignete Ausrüstung für Sie ist.

Der Funke springt im Wassersport schnell über, die Faszination dieses Freizeitsports ist riesig, ganz gleich ob es ums Tauchen, Segeln, Motorboot oder Kanu fahren geht. Bei der Entscheidung für die Anschaffung eines eigenen Bootes sollten Sie sich dennoch genügend Zeit einräumen, um zu einer für Sie passenden Kaufentscheidung zu kommen - Ihr neues Traumschiff soll Sie schließlich über die viele Jahre in Ihrer Freizeit begleiten und Ihnen Spaß bringen.

Für alle Arten von Boote und Yachten gibt es vielfältige Möglichkeiten, diese auszuleihen. Dies bietet Ihnen eine hervorragende Möglichkeit verschiedene Boote und Modell auszuprobieren, um so Ihre eigenen Ansprüche an das Boot besser einschätzen zu lernen.

Kleinere Boote wie Kanus, Segeljollen oder Sportboote stehen an vielen Gewässern für die Ausleihe zur Verfügung und können in der Regel tageweise ausgeliehgen werden. Charteranbieter für Yachten und Hausboote stehen natürlich nur an größeren Gewässern oder der Küste zur Verfügung, die für diese Boote geeignet sind. Yachten und Hausboote werden in der Regel nur für Wochenend oder Wochencharter angeboten.

Ein einzelnes Charterunternehmen bzw. ein Bootsverleiher hat meist nur eine begrenzte Modellauswahl in seiner Angebotspalette, aber es stehen in der Regel Boote unterschiedlichen Charakters zur Auswahl, so dass Sie im Laufe der Zeit unterschiedliche Boote kennenlernen können. Je mehr Erfahrungen Sie mit unterschiedlichen Booten sammeln, desto besser werden Sie Ihre eigenen Wünsche an Ihr ideales Schiff erkennen und definieren können.

Ein guter Weg für Einsteiger in den Wassersport bieten auch Segel- und Yachtclubs. Ohne selbst gleich ein Boot anzuschaffen, können Sie als Mitglied in einem Segelclub Erfahrung auf den vereinseigenen Booten sammeln.

Auch der Besuch auf Bootsmessen wird Ihnen auf dem Weg zu Ihrem Wunschboot weiterhelfen. Auf den Messen bekommen Sie einen Überblick über das aktuelle Angebot auf dem Markt und können verschiedene Boote miteinander vergleichen. Mit Ihren Erfahrungen aus der Charter können Sie die ausgestellten Boote auf den Messen besser in Bezug auf Ihre Wünsche einschätzen. Testberichte aus den Fachmedien ergänzen Ihre persönlichen Eindrücke von den Schiffen.

Wenn es schließlich konkreter wird und Sie einige Modelle in der engeren Auswahl haben, vereinbaren Sie in jedem Fall Termine für Probefahrten, um die Anwärter für den Bootskauf noch einmal genau auf Ihre Erwartungen abzuklopfen. Sofern es sich um den Kauf eines Gebrauchtbootes handelt, sollten Sie auch die Begutachtung des Zustandes durch einen Sachverständigen in Erwägung ziehen.

Neben dem Kauf eines eigenen Bootes gibt es - vor allem sofern es um größere Boote geht - eine ganze Reihe alternativer Modelle, um sich die Möglichkeit zum Bootsfahren zu schaffen: Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber Bootskauf.

   Brauche ich eine Haftpflichtversicherung?

Anders als im Kfz-Bereich gibt es in Deutschland wie auch z.B. in Holland, Dänemark, Schweden oder Norwegen keine Versicherungspflicht für Sportboote. Die private Haftpflicht, über die viele Haushalte verfügen, deckt allenfalls Schäden, die mit muskelbetriebenen Fahrzeugen verursacht werden. Schäden, die Sie mit Motor- oder Segelbooten Dritten zufügen sind hingegen üblicherweise ausgeschlossen. Diese Deckungslücke sollten Sie im eigenen Interesse schließen, denn bei Unfällen kann es schnell zu unkalkulierbar hohen Ansprüchen von Unfallgegnern, bei Gewässerschäden oder durch die Mitfahrer kommen.

Falls Sie mit Ihrem Boot ins Ausland reisen wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass in vielen südeuropäischen Ländern eine Haftpflichtversicherung für das Boot vorliegen muss. In diesen Ländern muss immer ein internationaler Versicherungsnachweis (oft „blaue Karte“ oder „Confirmation of Cover“ genannt) an Bord mitgeführt werden. In dem Versicherungsnachweis sollten dann, neben dem Halter und dem Bootstyp, auch die Rumpfnummer des Bootes und die Seriennummer des Motors aufgeführt sein.

Es gibt auf den Wassersportbereich spezialisierte Anbieter von Versicherungen, die Sie gerne in allen Versicherungsfragen rund um das Boot beraten. Auf den Wassersportbereich spezialisierte Versicherer kennen die Risiken und können im Fall der Fälle kompetent und aus dem Blickwinkel eines Bootsbesitzers heraus helfen. Diese Versicherer werden Ihnen auch spezielle Wassersport-Kasko-Versicherungen anbieten können, auch bei Schäden, Verlust oder Bergung des eigenen Bootes Ersatz leisten.

Hier finden Sie die im Bundesverband Wassersportwirtschaft organisierten, zugelassenen Versicherer: Versichererindex beim BVWW

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